Gießener Allgemeine am 04. August 2009:

Gießener Allgemeine am 14. August 2009:
Ein Feuerwehr-Stammtisch im Himmel
Biebertal (ws). Die Freiwillige Feuerwehr Bieber feiert vom 28. bis 30. August ein Doppeljubiläums: 75 Jahre Feuerwehr und 50 Jahre Jugendfeuerwehr. Für die »Geburtstagsfeier« der Nachwuchsabteilung am Festsonntag studieren zurzeit einige Laienschauspieler im Bieberer Gerätehaus ein Kurztheaterstück ein
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Szene aus den Proben für das Theaterstück, das zum 50j-ährigen Jubiläum der Bieberer Jugendfeuerwehr aufgeführt werden soll. (Foto: ws) |
1958 wurde in Bieber die Gründung der »Schülerfeuerwehr« zunächst am Stammtisch diskutiert. Für die damalige Zeit war es etwas Unvorstellbares, dass Kinder zur gefährlichen Männerarbeit herangezogen werden sollten. Als dann noch spekuliert wurde, dass vielleicht auch noch irgendwann die Frauen eine Männerdomäne wie das Feuerwehrwesen erobern könnten, ging das den Stammtischbrüdern gewaltig gegen die Hutschnur ...
50 Jahre später: Vom Himmel aus beobachten die Stammtischbrüder von damals jetzt genau, was sich da unten in Bieber abspielt, auch das große Feuerwehrfest zum Jubiläum macht sie neugierig. Sie gehen Fragen nach wie: »Was hat sich seit ihrem Streit beim Stammtisch 1958 verändert?«, »Sind die gewagten Prognosen von Wilhelm eingetreten?«
Im Theaterstück, das in Dialekt gesprochen wird, werden die Stammtischbrüder »Wilhelm »von Jens Failing, »Heinrich« von Peter Dönges, »Karl« von Reiner Dönges und »Konrad« von Michael Dönges verkörpert. Christina Richter spielt die Wirtin. Die »drei Burschen« werden von Tobias Konrad, Christian Will und Sören Strutz gespielt. In die Rolle der Schülerfeuerwehrmänner sind Yannik Chmil und Nico Bossa geschlüpft. Als »Signalgeber« fungiert Thomas Metzler. Die Moderation wird Karlheinz Gerlach übernehmen.
Beim Einüben des Stückes im Bieberer Feuerwehr-Gerätehaus sind die Laienspieler schon in jedem Fall voll bei der Sache.
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Gießener Allgemeine am 14. August 2009:
Feuerwehr und Nachwuchskräfte feiern Doppeljubiläum
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Die Jugendfeuerwehr 1959. (Repro: ws) |
Die Schirmherrschaft hat Tilo Ehlicker übernommen. Der Verein mit dem Vorsitzenden Dirk Weber und Wehrführer Bernd Weber an der Spitze sowie einem regen Vorstand zählt im Jubiläumsjahr 194 Mitglieder, 33 Einsatzkräfte und sieben Jugendfeuerwehrmitglieder.
Am 18. März 1934 trafen sich in der Gaststätte »Germania« in Bieber 16 Männer und gründeten unter Leitung des damaligen Rodheimer Wehrführers Wilhelm Bender die Feuerwehr Bieber als selbstständigen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Rodheim. Zum Wehrführer wurde Karl Mandler gewählt. Das neue Gerätehaus entstand in der Rimbergstraße 17. Dort hat die Wehr bis heute ihr Domizil. Das erste »Leiterhaus« stand in der Alten Wegscheide (Anwesen Geller). Von 1870 an befand sich das erste Spritzenhaus in der Rimbergstraße 3 (Anwesen Brückmann).
Das Gebäude in der Rimbergstraße 17 war mit einer Halle und einem zwölf Meter hohen Schlauchtrockenturm ausgestattet. Die Ausrüstung war dürftig. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges musste wieder eine Pflichtfeuerwehr angeordnet werden. Der Brandschutz kam in den Nachkriegsjahren zum Erliegen und wurde wieder durch die Pflichtfeuerwehr sichergestellt. Am 24. Juni 1950 wurde die heutige Freiwillige Feuerwehr Bieber, wiederum in der Gaststätte »Germania«, aus der Taufe gehoben. Gründer waren Karl Zacharias, Karl Mandler, Ludwig Haus, Eduard Michel, Erhardt Weber, Willi Lange, Walter Weller, Ludwig Gerlach, Georg Philip Duchardt, Josef Gössl, Werner Schmidt, Erhard Dönges, Max Lehmann, Erich Dönges, Josef Götz, Hugo Paul, Werner Wagner, Otto Weil, Willi Vogel, Gerhard Weil, Heinrich Dönges, Josef Hetz und Karl Weber. Leiter der Wehr wurde erneut Karl Mandler.
1952 wurden eine gebrauchte DKW-Einheitskraftspritze und ein Tragkraftspritzenanhänger erworben. Auch hier halfen die Bieberer Bürger mit einer Spende von 727 Mark. 1957 übernahm Georg Philip Duchardt die Leitung der Wehr. Das erste Fahrzeug der Bieberer Blauröcke war ein Tragkraftspritzenfahrzeug, ein Ford Transit. Es wurde zum 25-jährigen Jubiläum 1959 übergeben. Das Gerätehaus wurde von Mitgliedern der Wehr vergrößert. Es entstanden zwei Fahrzeughallen und ein Unterrichtsraum. Das Material stellte die Gemeinde Rodheim-Bieber. Der Umbau wurde 1970 eingeweiht.
Nach der Bildung der Gemeinde Biebertal wurde Georg Philip Duchhardt zum ersten Ortsbrandmeister gewählt und blieb bis 1982 Wehrführer in Bieber. 1982 übernahm Bernd Weber dieses Amt und begleitet es bis heute. 1974 wurde die Bieberer Wehr mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Opel Blitz) ausgerüstet, und 1986 konnte ein neues Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft werden. Der Unterrichtsraum wurde in Eigenleistung ausgebaut, eine neue Heizung im Unterrichtsraum und in der Fahrzeughalle installiert, Sanitärräume angebaut und Spinde beschafft. 1996 konnte das neue Löschgruppenfahrzeug LF8/6, ein Mercedes Benz mit einem Löschwassertank, und im Jahr 2000 das neue Mannschafstransportfahrzeug in Dienst gestellt werden. 2003 wurde der Schlauchturm renoviert. Im Jahresmittel hat die Bieberer Wehr zwischen zehn und 25 Einsätze.
50 Jahre Jugendfeuerwehr Bieber
Bereits 1959 erkannte man in Bieber die Notwendigkeit der Nachwuchssicherung und somit auch der langfristigen Sicherung des Brandschutzes. Am 1. April 1959 gründeten Georg P. Duchardt als Ortsbrandmeister und der Bieberer Volksschullehrer Viktor Hampl die damalige »Schülerwehr«. Die Bieberer Jugendfeuerwehr gehört damit zu den ältesten in Hessen und in der Bundesrepublik.
Der Andrang aus dem siebten und achten Schuljahr war sehr groß, aber es konnten nur elf Schüler aufgenommen werden, da es weder genug Platz noch genügend Ausrüstung gab. Die ersten Jugendfeuerwehrmänner waren Rainer Gerlach, Günter Hofmann, Siegbert Lindenberg, Günter Lippert, Reiner Owsiany, Hartmut Pausch, Gerhard Reeh, Manfred Rustler, Dieter Schnitker, Karl-Werner Ströher und Rainer Voith. Damals war die Gründung der Nachwuchswehr so revolutionär, dass sogar das Fernsehen darüber berichtete.
Außerdem wurde Anfang der 60er Jahre der Vorspann zu einer Sendung des »Blauen Bocks« im damals neu errichteten Bürgerhaus Rodheim gestaltet. 1967 wurde Günther Dönges Jugendfeuerwehrwart, und auf dem Bieberer Sportplatz fand erstmals die Abnahme der Leistungsspange statt. Eine gemischte Gruppe aus Hermannstein und Bieber erreichte diese Auszeichnung.
Jugendfeuerwehrwarte waren: Georg P. Duchardt (1959-1966), Günther Dönges (1967-1971), Wolfgang Duchardt (1972-1973), Gerhard Voith (1974-1976), Horst Weber (1977-1978), Ulrich Dönges (1979-1986, Dirk Weber (1987-1991, Christoph Jungfer (1992-2001) und Christina Richter (seit 2002). 1990 bauten die Bieberer »als Vorreiter in Sachen Feuerwehr« zusammen mit Kameraden aus Königberg die dortige Jugendfeuerwehr auf. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung wird auch die allgemeine Jugendarbeit wie das traditionelle Zelten angeboten. Im Jubiläumsjahr zählt die Bieberer Nachwuchswehr sieben Mitglieder. Am Festsonntag wird die neue Mini-Feuerwehr »Feuermäuse« gegründet.
Das Festprogramm: Freitag, 28. August, 20 Uhr Festkommers, ab 21 Uhr bunter Abend; Samstag, 29. August, 18 Uhr Festzug, 20 Uhr Geburtstagsfeier bei Musik und Tanz; Sonntag, 30. August, 10.30 Uhr Gottesdienst, 12 Uhr Frühschoppen, Geburtstagsfeier der Jugendfeuerwehr, Kaffee und Kuchen, Festausklang.
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Gießener Allgemeine am 31. August 2009:
Wehr feierte doppelt
In Bieber wurden am Wochenende 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 50 Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert.
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Die Bieberer Jubiläumswehr mit
den Aktiven und der
Jugendfeuerwehr beim Festzug.
(Fotos: ws) |
Biebertal (ws). »75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bieber und 50 Jahre Jugendfeuerwehr
Bieber sind ein Doppeljubiläum, an das die Feuerwehr mit Stolz, wir alle mit
Dankbarkeit an Tausende von großen und kleinen Nöten zurückdenken können, bei
denen die Aktiven der Wehr wirksam geholfen haben, unter selbstlosem, freiwilligem
Einsatz ihrer Kräfte, ihrer Freizeit, ja ihres Lebens«, würdigte Schirmherr Tilo Ehlicker
beim Festkommers das Engagement der Wehr.
Die Auftaktfeier zum Doppeljubiläum der
Bieberer Freiwilligen Feuerwehr fand am Freitag im Festzelt am Sportplatz statt.
Der Vorsitzende der Bieberer Blauröcke, Dirk Weber, begrüßte gut 350 Besucher,
darunter Schirmherr Ehlicker, Bürgermeister Thomas Bender, Vertreter der
Gemeindegremien, Ortsvorsteher Hans Gerlach, Ortspfarrer Matthias Henkel, den
stellvertretenden Kreisbrandinspektor und stellvertretenden Vorsitzenden des
Kreisfeuerwehrverbandes Gießen, Marcus Leopold, Gemeindebrandinspektor (GBI)
Henning Schmidt, Kreisjugendfeuerwehrwart Thorsten Klee sowie die Vertreter der Vereine und Feuerwehren. Die Moderation
des Abends hatte Karlheinz Gerlach übernommen.
Wehrführer Bernd Weber gab in seiner Festrede einen detaillierten Rückblick auf die Feuerwehrhistorie in Bieber. Er erinnerte
daran, dass am 18. März 1934 16 Gründungsmitglieder in der Gaststätte »Germania« die Freiwillige Feuerwehr aus der Taufe
gehoben hatten. »Die Zeiten, in denen die Feuerwehren nur zu Bränden gerufen wurden, sind lange vorbei. Feuerwehren
werden heute bei einer Vielzahl kleiner und großer Schäden eingesetzt. Hochwasser, technische Hilfeleistung,
Verkehrsunfälle, Tierrettung, Katastrophenschutz und Amtshilfe bei verschiedensten Anlässen muss die Feuerwehr
bewältigen. Freiwillige Feuerwehren sind in Deutschland das Rückrad der Hilfeleistungsorganisationen, da sie in allen Orten
zur Verfügung stehen, personell noch gut ausgestattet sind und sehr kostengünstig arbeiten. Ich hoffe, dass sich auch in den
kommenden Jahren weiterhin Männer und Frauen zusammenfinden, um getreu dem Wahlspruch ›Gott zur Ehr’, dem
Nächsten zur Wehr‹ in Not geratenen Mitbürgern Hilfe zu leisten«, führte Weber weiter aus.
»Jugendarbeit in Hessen wurde von Bieber aus angeschoben«
Die Bieberer Jugendfeuerwehrwartin Christina Richter ließ die 50-jährige Geschichte der örtlichen Jugendfeuerwehr Revue
passieren. »Die Bieberer Jugendfeuerwehr ist eine der ältesten in Deutschland und in Hessen. Bereits 1959 haben die
Gründer der Nachwuchswehr, Georg Philip Durchardt und Vikor Hampl, erkannt, wie wichtig die Jugendfeuerwehr für die
Sicherung des Nachwuchses der Feuerwehr ist«, sagte Richter. Und Schirmherr Ehlicker lobte: »Für eine intakte Wehr sind
ein hoher Stand der Technik, ein ausreichender Personalbestand, der gut ausgebildet ist, und eine erfolgreiche Rekrutierung
des Nachwuchses notwendig. Dies ist in Bieber der Fall. Die Jugendarbeit in Hessen wurde vor 50 Jahren mit der Gründung
der Schülerwehr von Bieber aus angeschoben. Die Feuerwehr kann stolz sein auf die Einsatzabteilung. Die Bevölkerung kann
sich in Bieber auf die Feuerwehr verlassen.« Ehlicker rief den Kameraden zu: »Macht weiter so.«
Bürgermeister Bender überbrachte die Glückwünsche der Gemeindegremien und von Ortsvorsteher Hans Gerlach. »Zu den
Freiwilligen Feuerwehren gibt es keine Alternative. Wichtig ist, die Kinder früh für die Jugendfeuerwehr zu begeistern. Ich
danke Feuerwehrmännern und -frauen für ihr Engagement, auch in der Jugendarbeit«, sagte Bender und überreichte ein
Präsent.
»Die Feuerwehr ist wie ein Baum, der in der Gemeinschaft des Ortes verwurzelt ist«
Marcus Leopold überbrachte die Glückwünsche von Landrat Willi Marx und dankte für die von der Wehr geleistete Arbeit. »Die
Feuerwehr ist wie ein Baum, der in der Gemeinschaft des Ortes verwurzelt ist«, so Leopold. Er überreichte ebenfalls ein
Präsent.
Im Namen der Biebertaler Feuerwehren gratulierte GBI Henning Schmidt herzlich zum Doppeljubiläum.
Kreisjugendfeuerwehrwart Klee sprach zum 50-jährigen Jubiläum der Bieberer Jugendfeuerwehr Glückwünsche aus.
Für den
Obst- und Gartenbauverein Bieber überreichte Edith Dönges ein Mosaiktablett mit dem Motiv der Nachwuchswehr an
Christina Richter.
Helmut Failing brachte im Namen der Bieberer Vereinsgemeinschaft ein Geldgeschenk der Ortsvereine mit.
Außerdem hatten die Sparkasse Wetzlar und die Volksbank Heuchelheim Schecks dabei. Die Tanzgarde »Blue Spirits« der
SKG Rodheim brachte viel Schwung und Charme auf die Feuerwehrbühne. Der Chor der KSG Bieber unter Stabführung von
Lidia Peis bereicherte den Festkommers mit Chorsätzen - darunter »Musik erfüllt die Welt« und »Oh happy day«.
Der Kommersabend bot auch den Rahmen für zahlreiche Ehrungen: So zeichnete Marcus Leopold Hans Duchardt und Peter
Schön mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Hessen-Darmstadt in Bronze (25 Jahre) sowie Günther Dönges,
Dieter Schnitker und Horst Steinmüller mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Hessen-Darmstadt in Gold (50
Jahre) aus. Dirk Weber ehrte für 25-jährige Mitgliedschaft in der Bieberer Feuerwehr Wolfgang Bender, Marco Dönges, Tilo
Ehlicker, Ralf Dieter Kamrath, Heinz Leib, Rainer Rau und Wolfgang Terhürne; für 40-jährige Treue wurden Karl Failing und
Arthur Wack, für 50-jährige Mitgliedschaft Willi Süß geehrt.
Von Seiten des Feuerwehrvereins wurden für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft Günther Dönges, Dieter Schnitker und Horst
Steinmüller ausgezeichnet. Nach den Ehrungen stand der bunte Abend auf dem Programm. Die »Harmonika-Junioren« Krofdorf-Gleiberg unter Leitung von Eduard Rofner spielten schwungvoll auf. Die Tanzgruppe des Heimatvereins Rodheim-
Bieber brachte die Tänze »Es geht nichts über die Gemütlichkeit« und »Watzenborner« auf die Bühne. Die Chorformation »45
Searching« unter Dirigent Andreas Stein erfreute unter anderem mit »King of the road«. Der Tanzclub Rot-Weiß Gießen
führte Tänze aus der Zeit um die Jahrhundertwende auf. Der Festzug zum Doppeljubiläum stellte sich am Samstag am
Bieberer Sportplatz auf. 29 Zugnummern bewegten sich über die »Neue Wegscheide«, die Hauptstraße, den Backhausweg,
die Rimbergstraße, die Kehlbachstraße und wieder zurück zum Festzelt Am Hain. 17 Feuerwehren aus Biebertal und dem
Landkreis bereicherten den bunten Lindwurm. Musikalisch wurde der Zug vom Spielmannszug aus Atzbach, dem
Blasorchester Lahnau und dem Fanfarenzug »Melodia« Gießen begleitet. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straßen.
Angeführt wurde der Zug vom Blasorchester Lahnau, der Jubiläumswehr mit den Aktiven und der Jugendfeuerwehr sowie
dem Schirmherrn Tilo Ehlicker im Cabrio - chauffiert von Siegfried Groh. Die Alters- und Ehrenabteilung nahm mit den
Ehrengästen auf dem Planwagen von Norbert Brücks Dreispänner Platz. Die KSG Bieber war mit der Tanzgarde und der »Almabtriebsgruppe« zu sehen; die DLRG Biebertal war als Fußgruppe dabei, der Kleintierzuchtverein H484 fuhr mit dem
geschmückten Traktoranhänger von Dieter Bremer, und der Obst- und Gartenbauverein Bieber stellte eine Zugnummer mit
einer bunt geschmückten Erntehauste samt Fußgruppe. Ein Blickfang war auch die historische Handspritze der Freiwilligen
Feuerwehr Königsberg, die von einem Quad gezogen wurde.
Anschließend fand das Bühnenspiel der Spielmannszüge im Festzelt statt. Am Samstag stand die »Geburtstagsfeier« mit
unterhaltsamem Programm an, und am Sonntag wurden nach dem Festgottesdienst mit Pfarrer Matthias Henkel das
Jugendfeuerwehrjubiläum und die Gründung der neuen Minifeuerwehr »Feuermäuse« gefeiert.
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Gießener Allgemeine am 01. September 2009:
Pionierleistung von Georg Philip Duchardt gewürdigt
Biebertal (ws). Zur Geburtstagsfeier aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Feuerwehr Bieber und des 50-jährigen
Jubiläums der Jugendfeuerwehr begrüßte am Samstag der Vorsitzende der Bieberer Feuerwehr, Dirk Weber, über 400
Besucher, darunter Bürgermeister Thomas Bender, Vertreter der Gemeindegremien, den stellvertretenden
Kreisbrandinspektor Marcus Leopold, Kreisjugendfeuerwehrwart Torsten Klee und den Schirmherrn Tilo Ehlicker.
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Wehrführer Bernd Weber
(rechts) dankte Georg-Philip
Duchardt (2. von rechts) für die
Pionierarbeit in der
Jugendfeuerwehr. Links Feuerwehr-
Vorsitzender Dirk Weber und
Jugendfeuerwehrwartin Christina
Richter |
Zuvor hatte nach dem Festzug (über den die Allgemeine Zeitung berichtete) das
Bühnenspiel der Spielmannszüge mit dem Blasorchester Lahnau, dem Fanfarenzug »Melodia« Gießen und dem Musikzug aus Atzbach eindrucksvoll auf der
Festzeltbühne stattgefunden. Durch das Programm der Geburtstagsfeier führte
Karlheinz Gerlach. Die »Münchholzhäuser Blaskapelle« spielte schwungvoll mit einem
breiten Repertoire auf.
Wehrführer Bernd Weber würdigte die Verdienste von Georg Philip Duchardt, der 1959
zusammen mit Viktor Hampl die damalige Schülerfeuerwehr ins Leben gerufen hatte. »Du warst Vorreiter und Vordenker für die Nachwuchsarbeit in den Feuerwehren, ein
Wegbereiter für die Jugendarbeit im Feuerwehrverband Wetzlar und in Hessen.
Außerdem warst du der erste Jugendfeuerwehrwart im Altkreis Wetzlar. Wir danken dir
für dein großes Engagement. Du hast mit Vikor Hampl Pionierarbeit geleistet«, betonte
Weber Duchardts Leistung und überreichte ihm ein Weinpräsent.
Die Tanzformation der KSG Bieber, »Move Generation«, marschierte zu Sirenen- und
Martinshornklängen, in Feuerwehrschutzanzüge gekleidet, durch das Festzelt auf die Bühne und legte einen »kesse Sohle«
auf das Parkett. Dafür gab es viel Applaus, und die Damen kamen um eine Zugabe nicht herum. Im Mittelpunkt des Abends
stand die Pflege der Geselligkeit und der Kontakte zwischen den Feuerwehren aus dem Landkreis und Biebertal sowie den
Besuchern. Abschluss und weiterer Höhepunkt der Geburtstagsfeier war der Auftritt der Feuergaukler »Die Feuersteine« aus
Heuchelheim. Die teils akrobatischen Einlagen mit Feuerwirbeln begeisterten die Zuschauer. Teilweise wurde auch das
Publikum mit in die Bühnenaktionen einbezogen. Im Anschluss spielte die »Münchholzhäuser Blaskapelle«, deren Musiker
zeitweise auf den Bänken beim Publikum musizierten. (Foto: ws)
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Gießener Allgemeine am 01. September 2009:
Zum Jubiläum Mini-Feuerwehr aus der Taufe gehoben
Biebertal (ws). Der Sonntag des Bieberer Feuerwehrjubiläums stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der
Jugendfeuerwehr.
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Die neu gegründete Bieberer
Minifeuerwehr »Feuermäuse«
mit ihren Betreuern Thomas Richter,
Christoph Jungfer und Christina
Richter (von links) (Foto: ws) |
Dazu führten Nachwuchswehr und ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr ein
Theaterstück mit dem Titel »Aus der Zeit unserer Gründung« eindrucksvoll auf der
Festbühne auf. Die Moderation hatte Karlheinz Gerlach übernommen. Zu Tanz und
Unterhaltung spielten das Trio »The Night-Birds«. Das Stück zur Gründung der
damaligen »Schülerfeuerwehr« in Bieber und zukünftigen Frauen in der Feuerwehr
stammt aus der Feder des Vorsitzenden des Heimatvereins Rodheim-Bieber, Helmut
Failing.
Das Kurztheater bestand aus drei Szenen: das Stammtischgespräch im Vorfeld der
Gründung im Jahre 1958, das Interview mit den Gründungsmitgliedern der damaligen
Schülerfeuerwehr, Siegbert Lindenberg, Gerhard Reeh und Dieter Schnitker, das
Moderator Gerlach führte, und das Stammtischgespräch im »Himmel« im Jahre 2009.
1958 wurde in Bieber die Gründung der Schülerfeuerwehr am Stammtisch diskutiert.
Für die damalige Zeit war es etwas Unvorstellbares, dass Kinder zur gefährlichen Männerarbeit herangezogen werden sollten.
Als dann noch spekuliert wurde, dass vielleicht auch irgendwann Frauen noch eine Männerdomäne wie das Feuerwehrwesen
erobern könnten, ging das den Stammtischbrüdern gewaltig gegen die Hutschnur. Beim Stammtisch »im Himmel« beobachteten die Stammtischbrüder von damals von oben genau, was sich in Bieber abspielte, und auch das große
Feuerwehrfest machte sie neugierig. Sie gingen unter anderem den Fragen nach »Was hat sich seit ihrem Streit beim
Stammtisch 1958 verändert. Sind die gewagten Prognosen von Wilhelm eingetreten?« Im Theaterstück -in Dialekt aufgeführt
-wurden die Stammtischbrüder Wilhelm von Jens Failing, Heinrich von Peter Dönges, Karl von Rainer Dönges, und Konrad
von Michael Dönges verkörpert. Christina Richter spielte die Wirtin. Die drei Burschen wurden von Tobias Konrad, Christian
Will und Sören Strutz dargestellt. Als Signalgeber fungierte Thomas Metzler mit seinem Tenorhorn. Für die Aufführung gab es
viel Applaus vom Publikum.
Nach dem Auftritt der kombinierten Tanzgruppe »Move-Generation und Silverstars« der KSG Bieber in flotten Dirndln zu
Klängen wie »Anton aus Tirol« stand dann die offizielle Gründung der Mini-Feuerwehr »Feuermäuse« Bieber auf dem
Programm. Christina Dönges, die die zur Zeit zwölf »Feuermäuse« zusammen mit Christoph Jungfer und Thomas Richter
betreut, wies auf die große Bedeutung der »Minis« als Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr hin. Es gelte, die Kinder schon
früh für die Jugendfeuerwehr zu begeistern.
Zum Festausklang gab es ein großes Kuchenbüfett, das zuvor von den »Kuchenträgerinnen und -trägern« unter den Klängen
der Kapelle in das Festzelt getragen wurde. Ingesamt war es ein dreitägiges Feuerwehrfest mit vielen Höhepunkten.
Bericht als PDF
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